Mein Name ist Marion Nienaber-Wollbrink. Ich bin 56 Jahre alt. Aufgewachsen bin ich auf dem Hengstenberg in

Bardüttingdorf. Und jetzt ist mein Lebensmittelpunkt, mit meinem Mann Ralf und unseren Kindern Kyra und Lasse, in der Diemke.

Was war bzw. ist in meinem Leben ...

... eine prägende Erfahrung?

Gemeinde hat eigentlich schon immer eine Rolle in meinem Leben gespielt. Kindergottesdienst, Jungschar, Flötenkreis, Posaunenchor, Jugendarbeit, … Und auf diesem Wege bin ich irgendwann ins Presbyterium hineingeraten. Die Arbeit im Presbyterium hat mir immer viel Spaß gemacht. Auch wenn es Zeiten gab, die viel Zeit und Kraft kosteten. Seit etwa 1½ Jahren bin ich Mitglied im KSV (Kreissynodalvorstand) in Herford. Auch da macht es mir viel Freude, Kirche auf einer anderen Ebene kennenzulernen.

... eine belastende Sorge?

Der Klimawandel macht mir durchaus Sorgen. Ich sehe ihn als große Gefahr für Stabilität und Sicherheit auf der Welt. Auch die Verbreitung rechtsgerichteter Gesinnung hier in Deutschland, aber auch in der ganzen Welt macht mir schon Angst.

... eine große Freude?

Meine Familie, Musik, Sommer, Warmenau-Open-Air, … Es gibt noch einiges, was mir Freude macht.

... ein wichtiges Bibelwort?

Unser Trauspruch:

„Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, doch das Wort Gottes bleibt in Ewigkeit.“

(Jesaja 40,8)

Der Spruch macht mir oft Mut und gibt mir Trost.

Wie und wofür möchte ich mich im Presbyterium einbringen?

Die Jugendarbeit liegt mir immer noch sehr am Herzen. Da würde ich mich auch weiterhin gerne einbringen. Mir ist es wichtig, dass es eine lebendige und vielseitige Gemeinde gibt. Wichtig ist mir auch, dass wir bewährte Traditionen pflegen und gleichzeitig offen sind für neue Impulse und Experimente. In unserer Gemeinde sollen alle willkommen sein und sich gut aufgehoben fühlen - Jüngere und Ältere, Heimische und Hinzugezogene, Gläubige und Suchende.

 

Wie stelle ich mir unsere Kirchengemeinde im Jahr 2024 vor?

Dass unsere Kirchengemeinde in vier Jahren groß anders aussieht, glaube ich nicht. Vier Jahre gehen schnell um. Dass sich Kirche verändern muss, ist meiner Meinung nach klar. Es wird immer weniger Gemeindeglieder geben. Die Zahl der Pfarrer*innen wird zurückgehen. Aber ich glaube, dass wir eine Zukunft haben. Wir müssen nur bereit sein für Veränderungen, z.B. für neue Formen von Gottesdiensten. Ich bin schon oft auf Kirchentagen gewesen, und das ist für mich immer, und das geht bestimmt vielen Besuchern so, ein unbeschreibliches Erlebnis. Mein Traum wäre, diese Erfahrung, dieses Erleben von Gemeinschaft auch in unserer Gemeinde zu erleben.